Live-Online-Training – wenn die Küche zum Seminarraum wird

Anna Buchacher absolviert derzeit den WIFI-Kurs „Buchhaltung II“ als Live-Online-Training, also bequem und sicher von zu Hause aus. Ein Erfahrungsbericht über das virtuelle Klassenzimmer des WIFI Kärnten, welches durch die Coronakrise ins Leben gerufen wurde und nebst einigen Umstellungen viele Chancen bietet. Wenn man sich darauf einlässt.

Jeden Dienstag und Donnerstagabend setzt sich Anna Buchacher derzeit an ihren Küchentisch, statt in den Seminarraum des WIFI Kärnten. Die Coronakrise fordert ihren Tribut und hat auch vor den Bildungseinrichtungen nicht Halt gemacht. Doch anstatt die Türen zu Aus- und Weiterbildung zu verschließen, reagierte das WIFI Kärnten prompt und arbeitete mit Hochtouren an der Möglichkeit des Live-Online-Trainings.

Anna Buchacher nutzt dieses Angebot bereits. Aktuell absolviert sie den Kurs Buchhaltung II. Das Live–Online Training dauert dabei gleich lang wie der normale Präsenzkurs, nämlich jeden Dienstag und Donnerstag von 18 bis 20.40 Uhr. Die Teilnehmer treten in das Online-Klassenzimmer per Link ein, welcher per E-Mail vorab zugeschickt wird.

Umstellung und Chance

Eine Umstellung? Ja, aber eine Chance, wie Frau Buchacher findet: „Ich finde dieses virtuelle Klassenzimmer eigentlich super. Wir sehen unsere Trainerin, im Chat können wir miteinander schreiben und auf die Folien zugreifen, die uns am Bildschirm freigegeben werden.“ Inhaltlich ähnelt der virtuelle Unterricht dem realen in vielerlei Hinsicht, auch in der Vorbereitung: „Wir bekommen vorab die Unterlagen zugesendet und arbeiten während des Trainings damit.“

vom Küchentisch auf die Karriereleiter

Um konzentriert bei der Sache zu sein, hat Anna Buchacher ihre Küche kurzerhand zum Seminarraum umfunktioniert: „Während der Live-Trainings sitze ich an meinem Küchentisch. Vor mir steht der Laptop, daneben habe ich die Unterlagen vorbereitet. Zudem benötige ich einen Taschenrechner, Notizblock, Leuchtstifte, Kulis und Bleistifte sowie ein Getränk. Bis auf den Laptop sind die Utensilien die gleichen wie im Seminarraum.“

Multitasking ist gefragt

Das Lernen via Bildschirm strengt jedoch etwas mehr an: „Das Onlinetraining ist anstrengender, man muss einerseits der Trainerin zuhören, anderseits die Unterlagen sichten, weiters den Bildschirm im Auge behalten, mitschreiben oder rechnen. Wenn Fragen auftauchen, werden diese im Chat thematisiert.“

Letzteres ist aber die einzige Herausforderung, wie Anna Buchacher findet: „Ansonsten kann man sich eigentlich ganz bequem von zu Hause aus weiterbilden. Gerade in Zeiten wie diesen, wo es generell überhaupt nicht möglich wäre, solch einen Kurs zu besuchen.“

Flüssige Verbindung, zufriedene Teilnehmer

Probleme mit der Internetverbindung gab es bis dato nicht: „Wir hatten bis jetzt nur einmal ein Serverproblem, da konnten einige Teilnehmer nicht in unseren virtuellen Klassenraum einsteigen. Aber zu meinem Erstaunen funktioniert sonst alles wirklich gut.“ Sorge vor einer längeren Phase des Onlinetrainings hat Anna Buchacher nicht: „Selbst wenn es so wäre, gäbe es für mich damit kein Problem, denn die Technik funktioniert und die Bildungseinrichtungen machen vieles möglich.“

Genügend Vorbereitungszeit

Um sich bestmöglich auf die jeweiligen Kurse vorzubereiten, loggt sie sich eine halbe Stunde vor Kursbeginn ein: „Somit habe ich noch genügend Zeit, um den Inhalt der letzten Stunden zu wiederholen oder mir Fragen zu Unklarheiten zu notieren, die ich dann meiner Trainerin stellen kann.“ Verbesserungsvorschläge gibt es aus ihrer Sicht kaum: „Ich bin wirklich sehr zufrieden und vor allem froh, dass ich den Kurs online besuchen kann, da ich ihn für meinen weiteren Berufsweg benötige.“

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