• Walter Cyprian

Frater Cyprian Walter

  • Walter Cyprian

Diplomlehrgang Kosmetikherstellung

Warum haben Sie gerade diesen Lehrgang  ausgewählt und besucht?

Im Kloster haben wir einen großen Kräutergarten. Um dieses urtypische Element der Klöster wieder neu aufleben zu lassen, wollen wir nun das Produktangebot des Klosterladens ausbauen mit eigens produzierter Naturkosmetik.

Was hat Ihnen an diesem Lehrgang besonders gut gefallen?

Die Gruppendynamik durch die vielen verschiedenen Sichtweisen und Ziele der Leute. Die einen wollen schweren Akne-Patienten helfen, die anderen traditionelle Rezepte mit Lärchenpech oder Murmeltierfett entwickeln und wieder andere möchten gute Pflegeprodukte mit eigenen Kräutern für die Familie rühren. So bekam man einen umfassenden Einblick sowohl in moderne Herstellverfahren wie auch in die Kräuterkunde mit anthropologischen Elementen. So wurde immer im Hinblick auf die Ganzheitlichkeit gelernt.

Erinnern Sie sich an eine besonders nette oder interessante Begebenheit während Ihres Lehrgangs?   

Generell war jeder Unterrichtstag, den wir im WIFI verbracht haben, sehr unterhaltsam und lustig. Einige Charaktere bei uns haben es einfach immer geschafft, eine gute Stimmung zu verbreiten 🙂 Ich glaube, besonders spannend war für fast alle von uns die Lerneinheit über Aromatherapie, dafür hätten wir auch gerne Überstunden gemacht.

Inwiefern hat Sie der Lehrgang weitergebracht?

persönlich? Da ich noch nicht lange in Österreich wohne, konnte ich im Kurs einige Kontakte knüpfen. Außerdem hat mich der Kurs herausgefordert, mich mit vielen neuen Lernfeldern auseinanderzusetzen und so eine neue Sicht auf den Menschen und die Natur zu bekommen.

beruflich? Da ich die Ausbildung für mein Kloster gemacht habe, kann man wohl eher von Berufung, anstelle von Beruf sprechen. Durch das Diplom habe ich nun die Möglichkeit, mich gut im eigenen Kloster zu integrieren und einen völlig neuen Arbeitszweig in St. Paul zu eröffnen, der hoffentlich auch nach außen hin guten Anklang findet.

 

Ich lerne, weil unsere Zeit zu knapp ist zum faul sein 🙂 Ich werde immer neu motiviert durch das Psalmwort: ‚Herr, lehre uns unsere Tage zu zählen, dann gewinnen wir ein weises Herz.‘

 

mein Beruf: Mönch

meine berufliche Position: Zeitlicher Professe (= Zeitraum der ersten, dreijährigen Gelübde); im Haus zuständig für die kranken Mitbrüder, die Imkerei und den Kräutergarten.