Die thailändische Küche – aromatisch, abwechslungsreich und gesund

Weltweit wird die Thai-Küche immer beliebter. Diese Küche ist bereits so populär und besonders, dass die thailändischen Garküchen von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt werden. Exotische Gewürze, frisches Obst und Gemüse, unterschiedliche Texturen und eine Balance aus diversen Geschmacksrichtungen sorgen für den besonderen Wow-Effekt in der thailändischen Küche.

Was ist das Besondere an der Thai-Küche?

Die thailändische Küche ist nicht nur so beliebt, weil alleine die Aromen zum Träumen einladen. Diese Küche ist so fein ausbalanciert, dass es auf der Zunge und am Gaumen zu einem absoluten Wohlfühl-Gefühl kommt.

Das Grundprinzip der Thaiküche ist, dass jedes Gericht sowohl süße, saure, salzige, scharfe und bittere Aromen enthalten soll. Diese einzelnen Aromen unterstützen sich gegenseitig und sorgen für den genialen Wirbel im Mund. Alle Gerichte schmecken absolut rund und immer wieder sticht ein Highlight in Form einer besonderen Schärfe oder Säure hervor.

Viele denken, dass die Küche Thailands nur scharf ist, doch das ist nicht der Fall. Jedes Gericht kann mehr oder weniger scharf zubereitet werden. Es ist jedoch so, dass man in heißen Ländern gerne scharf isst, da dadurch das Schwitzen reduziert wird.

Eine weitere Besonderheit ist, dass in der thailändischen Küche vor allem frische Zutaten verwendet werden. Diese braten die Köche im heißen Wok nur kurz an. Dadurch bleibt das Gemüse knackig und vor allem bleiben auch die wichtigen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe vollständig erhalten.

Die Thais lieben bunte Farben. Auch das spiegelt sich in der Küche wider. Die Gerichte sind farbenfroh und machen Lust auf mehr.

Die wichtigsten Zutaten in der Thai-Küche

Basics

Wenn Sie thailändisch kochen möchten, dann sollten Sie einige Grundzutaten unbedingt zu Hause haben. Frisches Gemüse ist das A und O. Hier können Sie sämtliche Gemüsesorten der Saison verwenden – je bunter desto besser.

Gerne werden in der Thaiküche Brokkoli, Zuckerschoten, Paprika, Wasserspinat, Pak Choi, Mais und natürlich Chilis in allen Farben verwendet. Das Fleisch spielt in dieser Küche eher eine untergeordnete Rolle. Hauptsächlich werden allerdings Huhn, Schwein, Fisch und Meeresfrüchte verwendet. Die Menge an Gemüse dominiert jedoch in den Gerichten.

Die Beilage Nummer Eins ist Reis. Jasminreis ist der beliebteste thailändische Reis, der mit seinem feinen Duft verführt. Er wird entweder wie üblich im Reiskocher oder Topf zubereitet. In Thailand bereitet man als Beilage auch gerne Klebreis zu. Dieser wird über einem Topf in einem Bambuskorb gedämpft. Der Klebreis dient als Beilage für herzhafte, aber auch für süße Speisen.

Gewürze

Zum Würzen kommen in der Thaiküche Fischsauce, Austernsauce und Sojasauce zum Einsatz. Es gibt auch diverse Chilisaucen, von denen die Sriracha Sauce die bekannteste ist. Auch verschiedene Saucen aus fermentierten Bohnen und süß-saure Saucen mit Sesam kommen immer wieder zum Einsatz.

Für das spezielle und typische Aroma in der thailändischen Küche sorgen Zutaten wie Ingwer, Galangal, Kaffir Limetten-Blätter, Zitronengras und frische Kräuter. Die beliebtesten Kräuter sind Koriander und süßer Thai-Basilikum.

Für die Schärfe in den Gerichten sorgen Sie mit Chili. Die kleinen grünen oder roten Vogelaugen-Chilis sind die schärfsten. Große rote, gelbe und orange Chilis sind meist milder und haben einen dekorativen Zweck. Chili kommt frisch, getrocknet und geröstet zum Einsatz. In Thailand hat beinahe jede Familie ein eigenes Geheimrezept für eine besondere Chilipaste. Dafür wird Chili fermentiert und mit anderen Gewürzen, Kräutern und meist auch mit Sesam und mit getrockneten, kleinen Garnelen im Mörser zu einer Paste verarbeitet.

Zu den berühmtesten Gerichten im Land des Lächelns zählen die Thai Curries. Diese unterscheiden sich maßgeblich von den Curry-Gerichten, die wir zum Beispiel aus Indien kennen. Für ein Thai Curry wird kein gelbes Currypulver verwendet. Für diese Art der Curries werden diverse Currypasten benötigt.

Currypasten werden aus einer Vielzahl von Zutaten im Mörser zubereitet. Sie bestehen aus Ingwer, Chili, Kräutern, Kokosöl, Galangal, Zitronengras, Kaffir Limettenblättern und anderen Gewürzen und Zutaten aus der Natur. Es gibt rote, gelbe, grüne und braune Currypasten. Auch hier hat beinahe jede Familie ihr eigenes Rezept. Die Pasten sind in Thailand auf allen Märkten erhältlich. In unseren Breitengraden werden die gängigen Pasten im Asialaden oder in vielen Supermärkten verkauft.

Zum Braten, Kochen und Frittieren werden in Thailand Kokosöl, Sesamöl oder ein neutrales Pflanzenöl verwendet.

Die beliebtesten thailändischen Gerichte

Egal ob im Restaurant, im Hotel oder an den Garküchen, es gibt einige Gerichte, die man im Land des Lächelns unbedingt probiert haben sollte. Das Nationalgericht ist Pad Thai. Hierbei handelt es sich um eine Speise aus gebratenen, breiten Reisnudeln mit Tofu, Ei, etwas Gemüse und Garnelen.

Die bekanntesten Suppen des Landes sind die scharfe Tom Yam Gung, eine rote Suppe mit Garnelen, die richtig Feuer hat, und die Tom Ka Gai, eine milde, leicht süßlich-scharfe Kokossuppe mit Gemüse, Pilzen und Hühnchen.

Gebratener Reis in allen Variationen steht ebenfalls ganz oben auf der Liste. Der gebratene Reis wird mit Gemüse, vegetarisch mit Tofu, oder mit Fleisch, vielen Gewürzen und mit gebratenem Ei zubereitet. Beliebt ist auch der gebratene Reis mit Hühnchen, Ananas und Cashewnüssen. Gerne wird dieser in einer ausgehöhlten, halben Ananas angerichtet. Dieses Gericht ist nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch ein absolutes Highlight.

Die bekannteste und beliebteste Süßspeise ist Sticky Reis mit Mango. Die süßen Mangos werden hier mit Klebreis und einer cremigen Sauce aus Kokosmilch serviert.

Thailändisch kochen – die Tom Ka Gai Suppe

Zutaten für zwei Personen:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 6 Cherrytomaten
  • 4 Strohpilze oder Champignons
  • 2 große rote Chilischoten
  • 2 Kaffir Limetten-Blätter
  • 1 Stange Zitronengras
  • 2 kleine scharfe Chilis
  • 1 Bund Koriander
  • 100 Gramm Hühnerbrust
  • Sojasauce, Fischsauce, Palmzucker, Limettensaft

Zubereitung:

Klopfen Sie das Zitronengras mit einem Nudelholz weich und knicken Sie die Limettenblätter in der Hälfte durch. Diese geben Sie zusammen mit der Kokosmilch in einen Topf. Lassen Sie die Kokosmilch mit der Gemüsebrühe einmal aufkochen. Nun werden die Tomaten und Pilze halbiert und die großen Chilis in Ringe geschnitten. In die Suppe geben und kurz ziehen lassen. Nun die scharfen Chilis klein schneiden und in die Suppe geben. Das Hühnchen klein würfeln und in der Suppe gar ziehen. Die Suppe mit Sojasauce, Fischsauce, Palmzucker und Limettensaft abschmecken, anrichten und mit gehacktem Koriander bestreuen.

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