Lauftrainer – mit fundiertem Wissen läuft’s besser!

Laufen, in meiner Jugend habe ich es gehasst. Mittlerweile freu ich mich, wenn ich nach 3,8 km Schwimmen und 180 km am Bike „nur“ mehr 42 km laufen muss. Die Perspektive auf das Laufen hat sich zwar nicht von Heute auf Morgen verändert, aber dafür im Laufe der Jahre stetig. Was einem klar sein muss ist, dass niemand über Nacht zum Marathonläufer oder Weltrekordhalter wird. Wie ihr aber dorthin kommen könnt, wie ich es geschafft habe und welche Vorteile die Zusammenarbeit mit einem Lauftrainer dabei hat, erzähle ich euch jetzt kurz.

Lauftechnik – Kleine aber lange Schritte

Aller Anfang ist schwer und Aufwärmübungen, auch wenn ihr sie nicht mögt – ich mag sie auch nicht unbedingt – sicherlich von Vorteil. Nicht ohne Grund sagt euch dies auch ein guter Lauftrainer. Primär wichtig ist dies um eure Muskeln zu dehnen und auf die bevorstehende Laufeinheit vorzubereiten. 2-3 Minuten reichen da durchaus aus, wir wollen es ja auch nicht übertreiben.

Bestens geeignet zum Aufwärmen der Muskulatur ist das sogenannte Lauf-ABC.

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Zusätzlich trainiert ihr dabei auch noch eure koordinativen Fähigkeiten. Mindestens genauso wichtig wie der richtige Laufschuh ist die Lauftechnik. Darauf solltet ihr zu Beginn verstärkt achten. Aufrechter Oberkörper, regel- und gleichmäßige Atmung und unterstützende Bewegungen mit den Armen. Die Arme sind quasi das Körperteil, welches den Takt angibt und sie beeinflussen die Schrittfrequenz und unterstützen wie gesagt koordinativ.

Trainingsplanung mit einem Lauftrainer

Früher oder später, wenn ihr irgendwann auch Lust bekommt an Wettkämpfen teilzunehmen, rate ich euch aus eigener Erfahrung zu einem Lauftrainer. Für mich persönlich war dies wirklich ein Turning Point betreffend meiner sportlichen Leistungen. Beispiel gefällig? 2018 betrug meine Finisherzeit beim Vienna City Marathon über die Marathondistanz 3 Stunden 20 Minuten und 22 Sekunden. 2019 hab ich mit geführtem Training aber deutlich weniger Kilometern in den Beinen mit einer Zeit von 3 Stunden und 23 Sekunden fast die magische 3-Stunden Marke geknackt. Das Trainingspensum war zwar durchaus hoch, da ich mich zeitgleich auf den Ironman Austria Klagenfurt 2019 vorbereitet habe, das Laufergebnis aber ein hervorragendes. Ebenso die 3 Stunden und 25 Minuten, die ich am Ende für das Finish beim Ironman Austria benötigte, war für mich eine sehr gute Zeit, es fühlte sich nämlich sehr gut an.

Primärer Vorteil bei der Zusammenarbeit mit einem Lauftrainer – in meinem Fall war es eine Lauftrainerin – ist die Planung von Training und Regeneration, um die ich mich nicht selber kümmern muss. Ich gebe die Planung aus der Hand und konzentriere mich auf meine Einheiten. Mein Trainer sorgt mit der Planung quasi dafür, dass ich genug Ruhephasen und Regenerationszeiten habe und zum Tag X dann fit bin und meine Leistung abrufen kann. Voraussetzung dafür ist natürlich auch, dass es dazu vorab ein Abstimmungsgespräch gibt, bevor ihr mit dem Training startet und auch während der Trainingseinheiten ist Kommunikation extrem wichtig.

Die meisten – guten – Trainer arbeiten hierfür auch schon standardmäßig mit Trainingsprogrammen wie beispielsweise Trainingspeak. Darüber könnt ihr eure Laufeinheiten mittels Trainingsuhr synchronisieren und der Trainer sieht so ganz gut, ob ihr die Einheit gemacht hab, wie es euch dabei ergangen ist und wie die nächste Belastung aussehen sollte.

Ausbildung zum Lauftrainer

Laufen kann nicht jeder, zumindest kennt sich nicht jeder damit aus. Umso wichtiger ist für mich, dass es qualifizierte Lauftrainer gibt. Das fördert auch die Zusammenarbeit und in weiterer Folge natürlich auch eure sportlichen Ergebnisse.

Ein Kurs, der so ziemlich alle Bereiche des Laufens abdeckt, ist die Ausbildung zum Lauftrainer am WIFI Kärnten. Nachfolgende Inhalte könnt ihr vom Kurs erwarten:

  • Anatomische und physiologische Grundlagen
  • Allgemeine und spezielle Trainings- und Bewegungslehre
  • Aufbauend auf methodischen und didaktischen Grundlagen, umfassendes theoretisches und praktisches Wissen zum Thema Laufen
  • Physiologische und psychologische Grundlagen
  • Spezielle Trainings- und Bewegungslehre
  • Allgemeines Lauftraining
  • Organisationstraining bzw. Laufgruppen organisieren und betreuen

Nähere Details zum Kurs, zum Kursleiter und zum ersten kostenfreien Informationsabend findet ihr hier.

Ich wünsch euch vor allem viel Spaß am Sport, hört auf euren Körper und bleibt’s gsund!

Über den Autor

Neben seinem Beruf als Marketing Manager beschäftigt sich Markus Fritz seit mehreren Jahren auch mit dem Thema Online Marketing und betreibt seinen eigenen Sport-Blog www.dersteira.at. Regelmäßig bloggt er dabei über sämtliche Themen, die ihn als Hobby-Triathlet beschäftigen und auch seine Community interessieren.