Ein Traumjob nicht nur für Romantiker/Innen

Grundvoraussetzung für eine gut geplante und organisierte Hochzeit ist ein gut ausgebildeter Hochzeitsplaner. Lesen Sie in diesem Beitrag wie ein Wedding Planner den schönsten Tag im Leben unvergesslich macht.

Jedes angehende Brautpaar wünscht sich, dass der Start in die Ehe so perfekt, reibungslos und unvergesslich schön wie möglich gelingt. Dieses Ziel umzusetzen ist gar nicht so einfach, denn für den großen Tag muss im Vorfeld jede Menge geplant werden. Der organisatorische Aufwand ist oft erheblich und aus Zeitgründen in vielen Fällen kaum zu bewältigen. Kommt dann noch eine gewisse und absolut verständliche Nervosität oder Aufregung dazu, gerät so manches Paar an seine nervlichen Grenzen. Doch es geht zum Glück auch anders. Immer häufiger wird die Ausrichtung einer Hochzeit an einen Wedding Planner übertragen. Dabei handelt es sich um erfahrene Profis, die mit ganz viel Organisationstalent und Kreativität die Planung des „schönsten Tages im Leben“ übernehmen. Die Hochzeits-Spezialisten gehen einerseits ganz individuell auf die Wünsche der Paare ein, doch falls den Brautleuten noch ganz und gar die „zündende Idee“ fehlt, hält der Wedding Planner jede Menge tolle Vorschläge bereit. Ein Traumjob im Namen der Liebe also, der sich nicht nur für eingefleischte Romantiker eignet, sondern für alle, die gerne planen, organisieren und ein Gespür für die Wünsche und Vorstellungen verliebter Paare entwickeln können.

Die Hochzeitsplanung: Diese Aufgaben übernehmen die Spezialisten

Die Arbeit des Hochzeitsplaners beginnt mit einem ausführlichen Gespräch mit dem Brautpaar. Wie stellen sich die beiden ihren schönsten Tag vor, in welchem Rahmen beziehungsweise welcher Größenordnung ist die Feier geplant, wie hoch ist das Budget und wie viele Gäste werden erwartet? Soll die Feier vielleicht unter einem bestimmten Motto stehen? Sind solche und andere Fragen geklärt, beginnt der organisatorische Teil für den Hochzeits-Planer. Eine passende Location muss ausgesucht, das Essen in Absprache mit dem Paar bestellt und die Dekoration ausgewählt werden. Auch um den Blumenschmuck, die musikalische Gestaltung, das Hochzeitsfahrzeug und die Unterbringung von auswärtigen Gästen kümmert er sich. Falls gewünscht, organisiert er vorab ein Testessen im Restaurant oder Anprobetermine für die Hochzeitsgarderobe. Außerdem übernimmt er die Suche nach einem passenden Hochzeitsfotografen.

Er verfügt über ein umfangreiches Netzwerk an vertrauenswürdigen und zuverlässigen Dienstleistern, wodurch er das Paar vor „schwarzen Schafen“ der Branche bewahrt.

Viele Brautpaare legen alle Aufgaben komplett in die Hände eines Hochzeitsplaners, es ist aber auch möglich, ihm nur Teilbereiche zu übertragen. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn sich das Paar um einige Aspekte der Feier selbst kümmern möchte.

Am Hochzeitstag selbst sorgt der Hochzeits-Profi für einen reibungslosen Ablauf, so dass die Brautleute ihren großen Moment voll und ganz genießen können.

Hier sind die Hochzeits-Spezialisten zu finden

Die meisten Hochzeitsplaner sind selbstständig: entweder als klassisches Ein-Mann-Unternehmen oder als Team beziehungsweise als Büro mit Angestellten. Sie sind aber auch in großen Event- und Veranstaltungsagenturen zu finden und manchmal sogar in Hotels tätig, die sich auf Hochzeiten spezialisiert haben.

Welche Voraussetzungen sollten angehende Wedding Planner mitbringen?

Neben einem hohen Maß an organisatorischem Geschick, einem ausgeprägten logistischen Denken und einem Talent für Planungen ist auch eine ordentliche Portion Fingerspitzengefühl erforderlich. Für das künftige Ehepaar sind die Hochzeitsvorbereitungen schließlich mit sehr vielen Emotionen verbunden und nicht selten fließen im Eifer des Gefechts und vor lauter Anspannung Tränen. Der Hochzeitsplaner muss in solchen Situationen in der Lage sein, Ruhe und einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit seinem Einfühlungsvermögen und einem gleichzeitig nötigen Maß an Objektivität gelingt es ihm, die Hochzeitsplanung nach den Wünschen des Paares voranzutreiben und sich trotzdem immer wieder auf die Bedürfnisse des Brautpaares einzustellen. So kann es beispielsweise passieren, dass ein Paar seine Wünsche quasi in letzter Minute ändert. Selbstverständlich hat er auch immer ein offenes Ohr für mögliche Sorgen und Bedenken des Paares.

Auch beruflich sollten bereits einige Vorkenntnisse vorhanden sein. Eine abgeschlossene Berufs- beziehungsweise Schulausbildung und eine anschließende Berufserfahrung im Dienstleistungs- oder Projektbereich von mindestens drei Jahren sind für eine Ausbildung zum Hochzeitsplaner erwünscht. Außerdem sollten EDV-Grundkenntnisse sowie Kenntnisse in der Präsentationstechnik vorhanden sein. Da für die Ausübung der Tätigkeit eine gewisse charakterliche Reife erforderlich ist, liegt das Mindestalter für den Besuch eines Kurses bei 21 Jahren.

Wedding Planner werden: der Einstieg in den Traumjob

Wer sich für den Beruf des Hochzeitsplaners interessiert, sollte den entsprechenden Kurs am WIFI Kärnten besuchen. Im Rahmen einer fundierten Ausbildung zum Wedding Planner erlernen die Teilnehmer alle Kenntnisse und Fertigkeiten, die für diesen zwar sehr schönen, aber auch hoch sensiblen Beruf erforderlich sind. Dementsprechend vielfältig sind auch die Kursinhalte. Den Teilnehmern wird nicht nur das Know-how in den Bereichen Hochzeitsbudget, Hochzeitsbekleidung, Papeterie, Floristik und Fotografie vermittelt, sie eignen sich auch wertvolle Kenntnisse in den Bereichen Zeitmanagement, Kommunikation und Controlling an. Und da multikulturelle Hochzeiten mehr und mehr zunehmen, spielen auch die Bereiche Kulturkreise und Bräuche eine wichtige Rolle. Schließlich möchte ein Hochzeitsplaner ungern in ein Fettnäpfchen treten, weil er beispielsweise die Hochzeitsbräuche eines bestimmten Landes oder Kulturkreises nicht kennt. Ganz wichtig ist zudem das Konflikt- und Pannenmanagement: Wie geht der Hochzeits-Planer am besten mit schwierigen Situationen oder kleineren und größeren Pannen um? Ein Laie ohne eine entsprechende Ausbildung würde gar nicht wissen, wie er die heikle Situation entschärfen kann, was im schlimmsten Fall zu einem Desaster am Hochzeitstag führen könnte.

Und auch die Aspekte der Unternehmensgründung sowie deren rechtliche Grundlagen wollen natürlich gelernt sein.

Die Verdienstaussichten für Hochzeits-Profis

Ein Weddingplanner übernimmt eine hohe Verantwortung: Schließlich hängt es in einem nicht geringen Maße von ihm ab, ob die Hochzeitsfeier zu einem wirklich unvergesslichen Erlebnis wird. Die Verdienstaussichten sind darum auch ausgesprochen gut. Gerade für Planer bei Eventagenturen gilt die Faustregel: Je nach Erfahrung, spezifischen Anforderungen und Arbeitsumfang macht sein Honorar etwa 15,0 bis 20,0 Prozent des Gesamtbudgets einer Hochzeit aus. Wird er nur für einzelne Teilbereiche gebraucht, ist das Honorar allerdings niedriger als der Verdienst bei einer Full-Service-Planung. Alternativ kann auch nach Stundensätzen abgerechnet werden, wobei diese je nach Erfahrung zwischen 50,00 und 150,00 Euro liegen können.

Für die Brautleute rechnet sich die Investition in einen Hochzeitsplaner aber durchaus: Sie bekommen schließlich die Gewissheit, dass die Hochzeitsfeier genauso perfekt und traumhaft schön wird, wie sie es sich vorgestellt haben. Und ganz nebenbei schonen sie auch noch ihre Nerven und sparen jede Menge Zeit. Das Paar kann sich schon vor dem großen Tag ganz auf sich und seine Liebe besinnen … und anschließend ganz entspannt in den Hafen der Ehe starten!